" />
DE ▾

Tattoo schon woanders gelasert und unzufrieden? Wann sich ein Wechsel lohnt – und 6 Dinge, die du ins Erstgespräch mitbringst

Veröffentlicht am 18.10.2026 | Zurück zur Übersicht

Vier, fünf, vielleicht schon sieben Sitzungen liegen hinter dir. Das Tattoo ist heller, aber längst nicht so weit, wie du gehofft hast. Vielleicht hat die letzte Behandlung auch stärkere Blasen hinterlassen, als dir lieb war. Oder du bist umgezogen, und dein bisheriger Anbieter ist jetzt eine Stunde entfernt. Irgendwann fragst du dich: Soll ich wechseln? Und fange ich dann wieder bei null an?

Die kurze Antwort: Bei null fängst du nicht an. Jede Sitzung, die schon Pigment zerkleinert hat, zählt. Ob ein Wechsel etwas bringt, hängt aber davon ab, warum es bisher stockt. Hier erfährst du, wann ein neuer Behandler sinnvoll ist, wann Geduld die bessere Wahl wäre und was du mitbringen solltest, damit sich das Erstgespräch lohnt.

Tattoo schon woanders gelasert: Zählen die bisherigen Sitzungen?

Ja. Der Laser zerlegt Farbpigmente in kleinere Bruchstücke. Dein Immunsystem baut sie dann über Wochen ab, vor allem Fresszellen und das Lymphsystem tragen sie ab. Was einmal abtransportiert ist, kommt nicht zurück. Es spielt keine Rolle, mit welchem Gerät das passiert ist: Tinte, die weg ist, bleibt weg.

Die Ausgangslage ändert sich aber. Nach mehreren Behandlungen ist meist weniger Pigment in der Haut, doch es ist oft hartnäckiger. Das können Reste in tieferen Hautschichten sein, Farben, die auf die bisherige Wellenlänge schlecht angesprochen haben, oder sehr fein verteilte Partikel. Diese Reste entscheiden, wie es weitergeht. Ein neuer Behandler beurteilt also nicht mehr dein ursprüngliches Tattoo, sondern das, was davon übrig ist.

Wann ein Wechsel sinnvoll sein kann

Nicht jede Unzufriedenheit liegt am Anbieter. In einigen Situationen hilft ein frischer Blick aber oft:

  • Schwarz verändert sich kaum noch: Sieht ein schwarzes Tattoo über mehrere Sitzungen praktisch gleich aus, lohnt sich eine Zweitmeinung. Schwarz spricht normalerweise am besten auf den Laser an.
  • Bestimmte Farben bleiben stehen: Schwarz und Blau sind fast weg, aber Grün- oder Türkistöne halten sich. Hier spielen Wellenlänge und Pulsdauer eine Rolle. Der PicoSure arbeitet mit 755 nm und Pulsen im Pikosekundenbereich. Die sind deutlich kürzer als bei klassischen Q-Switch-Lasern, die im Nanosekundenbereich arbeiten. Bei manchen Restfarben kann das einen Unterschied machen. Garantiert ist es nicht.
  • Die Abstände waren sehr kurz: Wurde alle zwei bis drei Wochen gelasert, hatte dein Körper kaum Zeit, das zerkleinerte Pigment abzutransportieren. Mehr Sitzungen in kürzerer Zeit bringen dann nicht mehr, sie belasten nur die Haut. Üblich sind rund 6 Wochen Abstand.
  • Es gibt immer wieder starke Reaktionen: Blasen und Krusten können normal sein. Entstehen aber nach jeder Sitzung offene Stellen, die lange zum Heilen brauchen, nimm das ernst und hol dir eine zweite Einschätzung.
  • Es fehlen Fotos und Erklärungen: Niemand fotografiert den Verlauf, du weißt nicht, mit welchem Gerät gearbeitet wird, und auf Fragen bekommst du ausweichende Antworten? Dann fehlt die Grundlage für eine ehrliche Planung.
  • Ganz praktische Gründe: Du bist umgezogen, der Anbieter hat geschlossen, oder Termine gibt es nur noch mit monatelanger Wartezeit.

Wann Geduld die bessere Entscheidung ist

Genauso ehrlich: Manchmal brauchst du keinen Wechsel, weil alles nach Plan läuft. Es geht nur langsamer, als du gehofft hast.

Nach zwei Sitzungen ist wenig zu sehen

Das kommt häufig vor. Gerade dicht gestochene Profi-Tattoos verblassen am Anfang oft kaum sichtbar. Den deutlichen Sprung sehen viele erst nach einigen weiteren Sitzungen.

Gelb, Grün oder helle Töne

Diese Farben brauchen deutlich mehr Sitzungen als Schwarz und Blau, und zwar mit jedem Laser. Siehst du nach vier Behandlungen noch Reste, bist du nicht automatisch beim falschen Anbieter.

Schwierige Körperstellen

An Knöchel, Füßen oder Fingern ist die Haut schlechter durchblutet, deshalb dauert der Abtransport länger. Das kann dir kein Gerät abnehmen.

Ein gutes Erstgespräch sagt dir auch, wenn sich ein Wechsel nicht lohnt. Hörst du «Für dieses Motiv ist dein bisheriger Verlauf normal», ist das keine schlechte Nachricht. Es ist eine Orientierung, mit der du weiterplanen kannst.

6 Dinge, die du ins Erstgespräch mitbringen solltest

Je mehr der neue Behandler über deine bisherige Behandlung weiß, desto besser kann er einschätzen, was noch möglich ist. Sammle vorher diese Infos:

  1. Anzahl und Daten der Sitzungen: Wie oft wurde gelasert, in welchen Abständen, und wann war die letzte Sitzung?
  2. Infos zum Gerät: Den Gerätenamen oder zumindest die Lasertechnik, also Pikosekunde oder Nanosekunde und die Wellenlänge. Frag ruhig beim bisherigen Anbieter nach, das ist eine ganz normale Frage.
  3. Fotos: Am besten ein Bild vom Tattoo vor der ersten Sitzung und Bilder zwischen den Behandlungen. Handyfotos bei Tageslicht reichen.
  4. Reaktionen der Haut: Gab es Blasen, Krusten, lange Rötungen oder helle oder dunkle Flecken?
  5. Vorgeschichte des Tattoos: Wie alt ist es? Wurde es von einem Profi oder einem Laien gestochen? Ist es ein Cover-up über einem älteren Motiv?
  6. Dein Ziel: Willst du das Tattoo ganz entfernen oder nur für ein Cover-up aufhellen? Davon hängt ab, wie viele Sitzungen realistisch noch nötig sind.

Was der Laser nach einer Vorbehandlung nicht mehr kann

Ein neuer Anbieter ist kein Reset-Knopf. Diese Grenzen solltest du vor dem Wechsel kennen:

  • Helle Flecken (Hypopigmentierung): Hat die Haut nach früheren Behandlungen eigenes Pigment verloren, kann der Laser es nicht zurückholen. Oft gleicht sich das über Monate teilweise aus, aber nicht immer.
  • Narben: Weitere Lasersitzungen machen aus Narbengewebe keine normale Haut. Tinte, die in Narbengewebe eingeschlossen ist, löst sich außerdem oft schlechter.
  • Letzte Reste: Bei manchen Tattoos bleibt trotz aller Mühe ein leichter Schatten. Eine vollständige Entfernung kann dir niemand seriös versprechen.

Das klingt nüchtern. Es schützt dich aber vor falschen Erwartungen und vor Ausgaben, die sich am Ende nicht lohnen.

Timing und Kosten beim Wechsel

Wie lange solltest du warten?

Warte nach der letzten Sitzung beim alten Anbieter mindestens rund 6 Wochen, und die Haut muss ganz abgeheilt sein. Hat die letzte Behandlung die Haut stark gereizt oder ist sie noch gerötet, plane eher etwas mehr Zeit ein. Mit dem Beratungsgespräch musst du nicht warten. Das kannst du jederzeit führen und die erste Sitzung dann passend legen. Aus Konstanz ist das Studio an der Hauptstraße in Kreuzlingen nur wenige Minuten hinter der Grenze, Beratung und Behandlung passen also gut in den Alltag.

Was kostet es?

Abgerechnet wird pro Behandlung nach der Größe des Motivs, egal wo du vorher warst. Kleine schwarze Tattoos kosten ab 50 Franken, 5×5 cm 200 Franken, 10×10 cm 350 Franken und 15×15 cm 550 Franken pro Behandlung. Farbige Motive kosten etwas mehr. Die Preise gelten pro Sitzung, nicht für die ganze Entfernung. Wie viele Sitzungen du noch brauchst, lässt sich erst sagen, wenn Andreas Baumgärtner sich die Reste angesehen hat, am besten mit deinen Fotos vom bisherigen Verlauf. Über den Preisrechner auf der Website bekommst du für die erste Behandlung ein verbindliches Sofort-Angebot.

Paketverträge bei anderen Anbietern

Manche andere Anbieter verkaufen Sitzungspakete im Voraus. Schau vor dem Wechsel nach, was dein Vertrag zu nicht genutzten Sitzungen sagt. Das ist kein Grund, bei einem Anbieter zu bleiben, mit dem du unzufrieden bist. Aber du solltest es wissen, bevor du dich entscheidest.

Gilt das auch für Permanent Make-up?

Ja. Das Gleiche gilt, wenn du Permanent Make-up an den Augenbrauen weglasern lässt, also tätowierte Augenbrauen. Dabei ist egal, ob sie in Härchen-Technik (Microblading), Puder-Technik oder klassisch gestochen wurden. Auch hier helfen Fotos und Infos zu den bisherigen Sitzungen. Gerade an den Augenbrauen ist wichtig zu wissen, ob es schon Farbumschläge oder Reizungen gab. Die Entfernung kostet 100 Franken pro Sitzung.

Fazit

Ein Wechsel mitten in der Laserbehandlung ist kein Neustart. Alles, was bisher abgebaut wurde, bleibt weg. Sinnvoll ist ein Wechsel vor allem dann, wenn sich Schwarz über mehrere Sitzungen kaum noch verändert, wenn bestimmte Farben hartnäckig stehen bleiben, wenn die Abstände zu kurz waren oder wenn die Haut immer wieder stark reagiert. Wenig sichtbarer Fortschritt nach zwei Sitzungen oder zähe gelbe und grüne Reste sind dagegen oft ganz normal. Bring Fotos, Daten und Infos zum bisherigen Gerät mit. Dann bekommst du eine ehrliche Einschätzung, ob und wie es weitergeht, auch wenn sie lautet, dass du eigentlich auf dem richtigen Weg bist.

Du bist unsicher, ob sich ein Wechsel für dein Tattoo oder deine Augenbrauen lohnt? Dann melde dich für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei tattooentfernung-kreuzlingen.ch, per WhatsApp, telefonisch unter +41 79 413 27 61 oder über das Anfrageformular auf der Website. Schick am besten gleich ein paar Fotos vom bisherigen Verlauf mit.

Kostenlose Einschätzung für dein Tattoo

Schick mir ein Foto mit Grössenangabe per WhatsApp – du bekommst kostenlos eine Einschätzung zu Preis und Anzahl Sitzungen. Preis pro Sitzung je nach Grösse: 5 × 5 cm CHF 200, 10 × 10 cm CHF 350.