Eine der häufigsten Fragen, die Andreas Baumgärtner in seiner Praxis in Kreuzlingen gestellt bekommt, lautet: „Kann durch die Laserbehandlung eine Narbe entstehen?" Die gute Nachricht vorweg: Bei professioneller Anwendung mit modernen Geräten wie dem PicoSure-Laser ist das Narbenrisiko extrem gering. Aber es gibt Faktoren, die du kennen solltest – und Maßnahmen, die du selbst ergreifen kannst, um deine Haut optimal zu schützen.
Warum entstehen überhaupt Narben bei der Tattooentfernung?
Eine Narbe entsteht immer dann, wenn die Haut tiefer verletzt wird und das Bindegewebe sich regeneriert. Bei der Laser-Tattooentfernung wird die Haut jedoch nicht geschnitten oder aufgekratzt – der Laser arbeitet mit ultrakurzen Lichtimpulsen, die gezielt die Farbpigmente in der Haut zertrümmern, ohne das umliegende Gewebe zu zerstören.
Das Problem: Wenn die Laserenergie zu hoch eingestellt ist, wenn die Haut nicht richtig abheilt oder wenn du selbst die Nachsorge nicht ernst nimmst, kann es zu Verbrennungen, Blasenbildung oder übermäßiger Entzündung kommen – und genau das kann Narben begünstigen.
Die häufigsten Ursachen für Narbenbildung
- Zu aggressive Lasereinstellungen: Alte Q-Switch-Laser oder unerfahrene Anwender riskieren Hautschäden durch zu hohe Energie.
- Infektionen: Wenn die behandelte Stelle nicht sauber gehalten wird, können Bakterien eindringen und die Wundheilung stören.
- Kratzen oder Manipulation: Viele Menschen kratzen instinktiv an Krusten oder Blasen – das ist die häufigste Ursache für Narben.
- Genetische Veranlagung: Manche Menschen neigen zu Keloiden oder hypertrophen Narben, besonders an Brust, Schultern und Ohren.
- Vorschädigungen der Haut: Wenn das Tattoo bereits durch unsachgemäßes Stechen, Infektionen oder frühere Behandlungsversuche geschädigt wurde, ist das Narbenrisiko höher.
Wie der PicoSure-Laser das Narbenrisiko minimiert
Der PicoSure-Laser arbeitet mit Pikosekunden-Impulsen – das sind Billiardstel Sekunden. Im Vergleich zu älteren Lasern, die mit Nanosekunden arbeiten, erzeugt der PicoSure weniger Hitze in der Haut. Das bedeutet: weniger thermische Schädigung, weniger Entzündung, schnellere Heilung – und ein deutlich geringeres Narbenrisiko.
Andreas Baumgärtner erklärt: „Der PicoSure erlaubt uns, präziser zu arbeiten. Wir können die Energie individuell anpassen und die Haut schonender behandeln. Das ist besonders wichtig bei empfindlichen Hautstellen oder bei Menschen mit dunklerem Hauttyp."
Was du selbst tun kannst, um Narben zu vermeiden
Die beste Narbenprävention beginnt bei dir selbst. Hier sind die wichtigsten Regeln für die ersten zwei Wochen nach der Laserbehandlung:
- Nicht kratzen: Auch wenn es juckt – lass die Haut in Ruhe heilen. Krusten sind ein natürlicher Schutzschild.
- Kühl halten: Kühle die behandelte Stelle in den ersten 24 Stunden regelmäßig mit einem sauberen, feuchten Tuch.
- Sauber halten: Wasche die Stelle zweimal täglich vorsichtig mit klarem Wasser und milder, parfümfreier Seife.
- Feuchtigkeit bewahren: Trage eine dünne Schicht Panthenol-Salbe oder eine vom Arzt empfohlene Wundheilsalbe auf.
- Sonne meiden: UV-Strahlung verzögert die Heilung und erhöht das Risiko für Pigmentstörungen und Narben. Mindestens vier Wochen Sonnenschutz mit LSF 50+.
- Sport pausieren: Schwitzen, Reibung und Dehnung der Haut können die Wundheilung stören.
Wann du dir Sorgen machen solltest
In den meisten Fällen verläuft die Heilung problemlos. Es gibt jedoch einige Warnsignale, die du ernst nehmen solltest:
- Starke Schwellung oder Rötung, die nach drei Tagen nicht zurückgeht
- Eiter oder übelriechende Flüssigkeit – ein Zeichen für eine Infektion
- Starke Schmerzen, die über das normale Maß hinausgehen
- Verfärbungen der Haut, die sich nicht zurückbilden (vor allem bei dunklen Hauttypen)
- Wulstbildung – ein Hinweis auf eine beginnende Keloidbildung
In solchen Fällen solltest du umgehend Kontakt zur Praxis aufnehmen. Andreas Baumgärtner und sein Team in Kreuzlingen sind auch nach der Behandlung für dich da und können frühzeitig gegensteuern.
Was tun, wenn doch eine Narbe entstanden ist?
Falls trotz aller Vorsicht eine Narbe entstanden ist, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:
- Silikon-Gele oder -Pflaster: Diese können flache Narben weicher machen und die Rötung reduzieren.
- Kortison-Injektionen: Bei wulstigen Narben (Keloide) kann Kortison direkt in die Narbe gespritzt werden, um sie flacher zu machen.
- Laserbehandlung der Narbe: Ja, richtig gelesen – der PicoSure kann auch zur Narbenbehandlung eingesetzt werden. Er regt die Kollagenproduktion an und kann das Hautbild verbessern.
- Microneedling: Eine weitere Methode, um die Hautstruktur zu glätten und die Narbe optisch zu minimieren.
- Dermatologische Beratung: In schweren Fällen kann eine Überweisung an einen spezialisierten Dermatologen oder eine plastische Chirurgin sinnvoll sein.
Vorbeugung beginnt beim Erstgespräch
In der Praxis in Kreuzlingen nimmt sich Andreas Baumgärtner bei jedem Erstgespräch Zeit, um deine Haut genau zu beurteilen. Er achtet dabei besonders auf:
- Deinen Hauttyp und deine Heilungstendenz
- Frühere Narben oder Keloide an anderen Körperstellen
- Die Beschaffenheit und Tiefe deines Tattoos
- Vorerkrankungen oder Medikamente, die die Wundheilung beeinflussen könnten
Auf Basis dieser Informationen wird die Laserenergie individuell angepasst – so sanft wie möglich, so effektiv wie nötig.
Fazit: Narben sind selten – aber vermeidbar
Mit dem PicoSure-Laser, professioneller Anwendung und konsequenter Nachsorge ist das Risiko für Narben bei der Tattooentfernung minimal. Die meisten Menschen erleben eine komplikationslose Heilung. Entscheidend ist, dass du die Nachsorgeanweisungen ernst nimmst und bei Auffälligkeiten schnell reagierst.
Falls du dir unsicher bist, ob deine Haut gut auf die Laserbehandlung reagieren wird, oder wenn du bereits Narben hast und trotzdem ein Tattoo entfernen möchtest, sprich offen mit Andreas Baumgärtner. Ehrlichkeit und individuelle Planung sind der Schlüssel zu einem erfolgreichen und sicheren Ergebnis – ohne unerwünschte Überraschungen.