Die Angst vor Schmerzen hält viele Menschen davon ab, sich endlich von einem ungeliebten Tattoo zu trennen. Dabei erleben die meisten Patienten in unserer Praxis eine überraschende Erkenntnis: Die Tattooentfernung mit dem PicoSure-Laser fühlt sich deutlich anders an als das Stechen – und ist für viele sogar erträglicher.
Aber warum ist das so? Und was kannst du konkret tun, um deinen Termin so angenehm wie möglich zu gestalten?
Der große Unterschied: Stunden vs. Sekunden
Beim Tätowieren liegt die Nadel über Stunden auf deiner Haut. Die Tinte wird in unzähligen Stichen in die Dermis eingebracht – ein konstanter, ziehender Schmerz, der je nach Körperstelle zur echten Geduldsprobe wird.
Bei der Laser-Entfernung ist das völlig anders: Der PicoSure-Laser arbeitet in Pikosekunden – also in Billiardstel-Sekunden. Eine gesamte Behandlung dauert meist nur wenige Minuten, selbst bei größeren Tattoos. Die Impulse sind ultrakurz, präzise und punktuell.
Viele Patienten beschreiben das Gefühl als kleine, heiße Gummibandschnipser – intensiv, aber extrem kurz. Manche sagen sogar: „Wenn ich gewusst hätte, dass es so schnell geht, hätte ich mich nicht so verrückt gemacht."
Warum der PicoSure-Laser schonender ist
Die Technologie macht den Unterschied: Ältere Laser arbeiteten mit längeren Impulsen, die mehr Hitze in die Haut brachten und dadurch mehr Schmerzen und Nebenwirkungen verursachten.
Der PicoSure hingegen zersprengt die Farbpigmente mit extrem kurzen, mechanischen Impulsen. Das bedeutet:
- Weniger Hitze in der Haut
- Weniger Schädigung des umliegenden Gewebes
- Schnellere Heilung
- Meist weniger brennendes oder ziehendes Gefühl
Das macht die Behandlung nicht schmerzfrei – aber für viele Menschen ist sie deutlich besser auszuhalten als erwartet.
Was das Schmerzempfinden wirklich beeinflusst
Nicht jedes Tattoo ist gleich schmerzhaft bei der Entfernung. Diese Faktoren spielen eine Rolle:
Körperstelle
Genau wie beim Stechen sind manche Stellen empfindlicher: Knöchel, Rippen, Hals oder Bereiche nahe am Knochen tun meist mehr weh. Fleischige Stellen wie Oberarm, Oberschenkel oder Wade sind angenehmer.
Größe des Tattoos
Je größer das Tattoo, desto länger dauert die Sitzung – und desto mehr musst du durchhalten. Aber: Auch ein großes Tattoo ist nach 10 bis 15 Minuten abgehandelt, kein Vergleich zu mehrstündigen Tattoo-Sessions.
Deine Tagesverfassung
Müdigkeit, Stress, hormonelle Schwankungen (z. B. vor der Periode) oder wenig Schlaf können das Schmerzempfinden verstärken. Gut ausgeruht und entspannt verträgt man die Behandlung meist deutlich besser.
Nervosität
Wer schon Tage vorher Angst hat, verkrampft beim Termin – und das verstärkt das Schmerzempfinden erheblich. Entspannungstechniken helfen enorm (dazu gleich mehr).
Was du selbst tun kannst, um den Termin angenehmer zu machen
1. Komm ausgeruht und entspannt
Schlaf genug in der Nacht vor dem Termin. Vermeide Alkohol am Vorabend – der macht die Haut empfindlicher und die Heilung langsamer.
2. Iss etwas Leichtes vorher
Ein leerer Magen kann zu Kreislaufproblemen führen, ein zu voller zu Übelkeit. Ein kleiner Snack 1–2 Stunden vorher ist ideal.
3. Bring Ablenkung mit
Viele Patienten hören Musik oder Podcasts über Kopfhörer. Andere schwören darauf, tief zu atmen oder innerlich zu zählen. Manche bringen eine Begleitperson mit, die sie ablenkt.
4. Nutze eine Betäubungscreme (wenn nötig)
Für schmerzempfindliche Stellen oder Patienten mit niedriger Schmerzgrenze gibt es betäubende Cremes mit Lidocain. Diese werden ca. eine Stunde vor der Behandlung aufgetragen und reduzieren das Gefühl deutlich.
Sprich uns einfach beim Erstgespräch darauf an – wir beraten dich gerne.
5. Atme bewusst
Klingt banal, hilft aber enorm: Tiefes Ein- und Ausatmen während der Impulse entspannt den Körper und lindert das Schmerzempfinden messbar.
6. Meide Sonne vor der Behandlung
Sonnengebräunte oder gereizte Haut reagiert empfindlicher. Halte das Tattoo mindestens 4 Wochen vorher aus der Sonne.
Was passiert direkt nach der Behandlung?
Unmittelbar nach dem Lasern kann die Haut leicht brennen oder warm sein – ähnlich wie bei einem leichten Sonnenbrand. Das legt sich meist nach 10 bis 20 Minuten.
Wir kühlen die Stelle direkt nach der Behandlung und geben dir klare Pflegeanweisungen mit. Die meisten Patienten fühlen sich schon auf dem Heimweg wieder völlig normal.
Ein ehrliches Wort: Es ist nicht schmerzfrei – aber machbar
Ich möchte dir nichts vormachen: Die Tattooentfernung ist kein Wellness-Termin. Du wirst etwas spüren. Aber es ist ein kontrollierbarer, kurzer Schmerz – keine langanhaltende Qual.
Viele Patienten sagen nach der ersten Sitzung: „Das war's? Ich hatte mir das viel schlimmer vorgestellt."
Und genau das ist der Punkt: Die Angst vor der Entfernung ist oft größer als die Realität.
Dein erster Schritt: Das unverbindliche Erstgespräch
Du musst dich nicht sofort entscheiden. Bei uns in Kreuzlingen am Bodensee kannst du dir in Ruhe alles anschauen, Fragen stellen und den PicoSure-Laser kennenlernen.
Wir zeigen dir, wie die Behandlung abläuft, besprechen deine individuellen Voraussetzungen und geben dir eine realistische Einschätzung – ohne Druck, ohne Verkaufsgespräch.
Viele Patienten sagen danach: „Jetzt fühle ich mich viel sicherer."
Bereit für ein schmerzarmes Ende deines Tattoo-Kapitels?
Dann melde dich gerne bei uns. Wir nehmen uns Zeit für dich – und machen den Weg zur tattoofreien Haut so angenehm wie möglich.
Dein Andreas Baumgärtner und das Team von tattooentfernung-kreuzlingen.ch