Warum dein Tattoo-Stecher dir nicht sagt, dass Lasern weniger kostet als jahrelange Pflaster und Concealer – und wie du mit PicoSure langfristig hunderte Franken sparst

Veröffentlicht am 26.07.2026 | Zurück zur Übersicht

Wenn du mit einem Tattoo lebst, das du am liebsten verstecken würdest, kennst du die Routine: Im Sommer lange Ärmel, beim Sport spezielle Kleidung, vor wichtigen Terminen dick Concealer auftragen. Was die wenigsten dabei durchrechnen: Diese Vermeidungsstrategien kosten dich Jahr für Jahr echtes Geld – oft mehr, als eine professionelle Laser-Entfernung je kosten würde.

Ich bin Andreas Baumgärtner, und in meiner Praxis für Tattooentfernung in Kreuzlingen erlebe ich regelmässig den Moment, in dem Klientinnen und Klienten zum ersten Mal durchrechnen, was sie in den letzten Jahren tatsächlich ausgegeben haben. Die Zahlen überraschen selbst mich manchmal.

Die versteckten Kosten eines Tattoos, das du verbirgst

Ein Tattoo, das du nicht zeigen möchtest, kostet dich nicht nur Nerven – es kostet dich bares Geld. Und zwar regelmässig, Jahr für Jahr, ohne dass du es wirklich bemerkst. Schauen wir uns die häufigsten Posten an:

Concealer und Make-up zur Abdeckung

Hochdeckende Concealer kosten zwischen 20 und 45 Franken pro Tube. Wer sein Tattoo täglich oder auch nur an mehreren Tagen pro Woche abdeckt, braucht alle zwei bis drei Monate Nachschub. Das macht pro Jahr zwischen 80 und 180 Franken – nur für Concealer. Dazu kommen oft Fixiersprays, Primer oder spezielle Setting Powder, um die Abdeckung haltbar zu machen. Realistisch landest du schnell bei 200 bis 300 Franken jährlich.

Kleidung, die du nur zum Verstecken kaufst

Lange Ärmel im Hochsommer. Rollkragenpullover, obwohl du sie hasst. Bestimmte Schnitte, die du nur wählst, weil sie dein Handgelenk, deinen Nacken oder deinen Knöchel verdecken. Vielleicht kaufst du sogar extra Sport- oder Badekleidung, die mehr bedeckt, als dir lieb ist. Diese Käufe summieren sich – und oft merkst du gar nicht mehr, wie sehr dein Kleiderschrank von einem Tattoo diktiert wird, das du längst bereust.

Accessoires als Ablenkung oder Tarnung

Armbänder, Uhren, Tücher, Schmuck – nicht weil du sie liebst, sondern weil sie ablenken oder verdecken. Auch das kostet. Und es kostet vor allem Freiheit.

Vermiedene Gelegenheiten

Das ist der Posten, der sich nicht in Franken messen lässt, aber dennoch real ist: Der Strandurlaub, den du nicht buchst. Das Fotoshooting, das du absagst. Die Beförderung, für die du dich nicht bewirbst, weil du befürchtest, dass dein sichtbares Tattoo Thema wird. Diese Opportunitätskosten sind schwer zu beziffern – aber sie sind da.

Was kostet eine PicoSure-Entfernung wirklich?

Die Kosten für eine Laser-Entfernung hängen von mehreren Faktoren ab: Grösse des Tattoos, Farbigkeit, Stelle am Körper, Hauttyp und Alter der Tätowierung. In meiner Praxis in Kreuzlingen starten kleine Tattoos (etwa so gross wie eine Zwei-Franken-Münze) bei rund 100 Franken pro Sitzung. Mittelgrosse Motive liegen zwischen 150 und 300 Franken, grössere Arbeiten entsprechend höher.

Die meisten Tattoos benötigen zwischen vier und acht Sitzungen. Rechnen wir also mit einem durchschnittlichen kleinen bis mittelgrossen Tattoo:

  • 6 Sitzungen à 150 Franken = 900 Franken
  • Dazu Pflegeprodukte für die Nachsorge: ca. 50 Franken einmalig
  • Gesamtkosten: rund 950 Franken

Das klingt im ersten Moment nach viel. Aber vergleiche diese Summe mit dem, was du in drei, vier oder fünf Jahren für Concealer, Kleidung und Vermeidungsstrategien ausgibst.

Der Drei-Jahres-Vergleich

Nehmen wir an, du deckst dein Tattoo regelmässig ab und gibst dafür jährlich 250 Franken aus (Concealer, Make-up, spezielle Kleidung). Über drei Jahre sind das 750 Franken – und du hast am Ende immer noch das Tattoo. Nach fünf Jahren: 1250 Franken. Nach zehn Jahren: 2500 Franken.

Eine PicoSure-Entfernung ist nach spätestens zwei Jahren abgeschlossen. Danach ist das Thema erledigt. Du kaufst keine Concealer mehr. Du wählst Kleidung nach deinem Geschmack, nicht nach der Grösse deines Tattoos. Du gehst schwimmen, ohne nachzudenken.

Warum PicoSure langfristig die günstigere Option ist

Der PicoSure-Laser arbeitet mit ultrakurzen Impulsen im Picosekundenbereich – tausendmal kürzer als herkömmliche Nanosekunden-Laser. Das bedeutet: Die Farbpigmente werden feiner zerlegt, der Körper kann sie schneller abtransportieren, und du brauchst in der Regel weniger Sitzungen als bei älteren Technologien.

Weniger Sitzungen bedeuten nicht nur weniger Zeit, sondern auch geringere Gesamtkosten. Gleichzeitig ist das Risiko für Narben oder Pigmentstörungen deutlich niedriger – ein weiterer Kostenfaktor, den viele unterschätzen. Komplikationen durch minderwertige Laser können nachträglich teuer werden, wenn Narbenbehandlungen oder Hautaufhellungen nötig sind.

Keine versteckten Folgekosten

Anders als beim jahrelangen Abdecken gibt es bei der Laser-Entfernung keine wiederkehrenden Ausgaben. Du zahlst einmal für die Sitzungen, einmal für die Nachsorgecreme – und dann ist Schluss. Keine monatlichen Concealer-Nachkäufe, keine speziellen Kleidungsstücke, keine Kompromisse mehr.

Die psychologischen Kosten, die niemand beziffert

Es gibt noch eine weitere Ebene, die sich nicht in Franken messen lässt: die mentale Last. Jeden Morgen daran zu denken, dass du dein Tattoo verstecken musst. Jedes Mal, wenn du dich umziehst, dich zu fragen, ob man es sieht. Die innere Anspannung bei jedem Bewerbungsgespräch, jedem Date, jedem Familientreffen.

Diese psychologische Belastung kostet keine Franken – aber sie kostet Lebensqualität. Und genau hier liegt der eigentliche Wert einer Tattooentfernung: Du kaufst dir nicht nur glatte Haut zurück, sondern auch Freiheit, Selbstvertrauen und die Möglichkeit, dich wieder unbeschwert zu fühlen.

Der Moment, in dem du aufhörst, darüber nachzudenken

Viele meiner Klientinnen und Klienten sagen nach der letzten Sitzung das Gleiche: „Ich hätte nie gedacht, wie befreiend es ist, einfach nicht mehr daran denken zu müssen." Dieser Moment – wenn du morgens in den Spiegel schaust und das Tattoo kein Thema mehr ist – der ist unbezahlbar.

Warum dein Tattoo-Stecher dir das nicht sagt

Tätowierer sind Künstler, keine Finanzberater. Ihre Aufgabe ist es, dir das bestmögliche Tattoo zu stechen – nicht, dir vorzurechnen, was es kostet, wenn du es später bereust. Viele von ihnen wissen gar nicht, wie viel eine moderne Laser-Entfernung kostet, weil sie selbst nie damit zu tun hatten. Andere gehen schlicht davon aus, dass du dir sicher bist.

Aber die Realität ist: Menschen verändern sich. Lebensumstände ändern sich. Und manchmal passt ein Tattoo irgendwann einfach nicht mehr. Das ist keine Schande – das ist menschlich.

Ehrlichkeit statt Verkaufsdruck

In meiner Praxis gibt es keinen Verkaufsdruck. Ich bespreche mit dir offen, was realistisch ist, wie viele Sitzungen du wahrscheinlich brauchst und was das kostet. Und ich sage dir auch ehrlich, wenn ein Tattoo schwierig zu entfernen sein wird – etwa wegen bestimmter Farben oder der Körperstelle. Diese Transparenz ist wichtig, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.

Wie du die Entfernung clever finanzierst

Nicht jeder hat die Gesamtsumme für eine Tattooentfernung sofort zur Hand. Und das ist vollkommen in Ordnung. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Kosten zu strecken:

Ratenzahlung

Viele Praxen – auch meine – bieten flexible Zahlungsmodelle an. Du zahlst jede Sitzung einzeln, und die Abstände zwischen den Terminen betragen ohnehin mindestens sechs bis acht Wochen. So verteilt sich die finanzielle Belastung automatisch über mehrere Monate.

Sitzungen nach Budget planen

Du kannst auch bewusst Pausen einlegen. Wenn das Budget in einem Monat knapp ist, verschiebst du die nächste Sitzung einfach um ein paar Wochen. Die Entfernung funktioniert trotzdem – sie dauert dann einfach etwas länger. Wichtig ist nur, dass du dranbleibst.

Prioritäten setzen

Wenn du mehrere Tattoos entfernen möchtest, musst du nicht alle gleichzeitig angehen. Du kannst mit dem starten, das dich am meisten stört – etwa das sichtbare Tattoo am Unterarm – und später die anderen angehen.

Wann sich die Entfernung wirklich lohnt

Es gibt keine feste Regel, ab wann sich eine Laser-Entfernung ,lohnt' – weil der Wert nicht nur in Franken gemessen wird. Aber es gibt klare Situationen, in denen die Entscheidung besonders sinnvoll ist:

  • Wenn du dein Tattoo schon länger als ein Jahr aktiv versteckst
  • Wenn du regelmässig Geld für Abdeckprodukte oder spezielle Kleidung ausgibst
  • Wenn du Gelegenheiten meidest, weil du dein Tattoo nicht zeigen möchtest
  • Wenn du merkst, dass das Tattoo deine Lebensqualität einschränkt
  • Wenn du beruflich oder privat in eine neue Phase startest und das Tattoo nicht mehr zu dir passt

In all diesen Fällen ist die Investition in eine PicoSure-Entfernung nicht nur finanziell klug – sie ist auch ein Gewinn an Lebensqualität.

Was du vor der ersten Sitzung wissen solltest

Bevor du einen Termin buchst, gibt es ein paar Dinge, die du klären solltest:

Realistische Erwartungen

Die Entfernung dauert mehrere Monate. Du wirst nicht nach einer Sitzung tattoo-frei sein. Aber du wirst nach jeder Sitzung Fortschritte sehen – und genau das motiviert die meisten, dranzubleiben.

Hauttyp und Farbigkeit

Schwarze und dunkelblaue Tattoos lassen sich am einfachsten entfernen. Grün, Rot und Gelb sind hartnäckiger. Helle Haut reagiert besser auf die Behandlung als sehr dunkle Haut – aber auch bei dunkleren Hauttypen ist die Entfernung mit PicoSure sicher und effektiv möglich.

Körperstelle

Tattoos an gut durchbluteten Stellen wie Oberarm, Brust oder Oberschenkel verschwinden schneller als solche an Händen, Füssen oder Knöcheln. Das liegt daran, dass dein Körper die zerlegten Farbpigmente über das Lymphsystem abtransportiert – und das funktioniert an manchen Stellen einfach besser.

Der erste Termin: Was dich erwartet

Beim ersten Termin in meiner Praxis schauen wir uns dein Tattoo gemeinsam an. Ich erkläre dir, wie viele Sitzungen realistisch sind, was der PicoSure-Laser genau macht und wie die Nachsorge aussieht. Du kannst alle Fragen stellen, die dir auf der Seele liegen – und am Ende entscheidest du selbst, ob du starten möchtest.

Die Behandlung selbst dauert je nach Grösse zwischen wenigen Minuten und einer halben Stunde. Danach bekommst du klare Anweisungen zur Pflege: kühlen, nicht kratzen, Sonne meiden, die behandelte Stelle sauber halten. Die meisten beschreiben das Gefühl während der Behandlung als unangenehm, aber aushaltbar – vergleichbar mit dem Stechen selbst, nur kürzer.