Warum dein Tattoo-Stecher nicht über Laserkosten spricht – und wie du trotzdem realistisch kalkulierst

Veröffentlicht am 12.02.2026 | Zurück zur Übersicht

Als Andreas Baumgärtner vor einigen Jahren seine Praxis für Tattooentfernung in Kreuzlingen eröffnete, fiel ihm schnell ein Muster auf: Die meisten Klienten hatten keine realistische Vorstellung davon, was eine Laser-Behandlung kosten würde. Nicht weil die Informationen schwer zu finden wären – sondern weil im Tattoo-Studio vorher niemand darüber gesprochen hatte.

Das ist kein böser Wille. Tätowierer sind Künstler, keine Berater für Rückabwicklung. Trotzdem entstehen dadurch finanzielle Überraschungen, die vermeidbar wären. In diesem Artikel erfährst du, wie du die Kosten deiner Tattooentfernung bereits vor dem ersten Termin realistisch einschätzen kannst – und worauf du achten solltest, wenn du dein Budget planst.

Warum Tattoo-Studios nicht über Entfernungskosten sprechen

Es gibt drei Hauptgründe, warum dein Tätowierer dir nichts über die Kosten einer späteren Entfernung erzählt:

  • Es widerspricht der eigenen Arbeit: Ein Tattoo-Künstler möchte ein dauerhaftes Kunstwerk schaffen, keine temporäre Dekoration. Über Entfernung zu sprechen, würde die eigene Arbeit relativieren.
  • Fehlendes Fachwissen: Die meisten Tätowierer kennen sich mit Lasertechnologie nicht aus. Sie wissen nicht, welche Farben schwer zu entfernen sind oder wie viele Sitzungen nötig sein könnten.
  • Fokus auf die Gegenwart: Im Studio geht es um deine Vision, deine Idee, deine Vorfreude. Nicht um hypothetische Szenarien in fünf oder zehn Jahren.

Das bedeutet: Du bist selbst dafür verantwortlich, dich über mögliche Konsequenzen zu informieren – auch finanziell.

Was eine Tattooentfernung in der Schweiz wirklich kostet

Die Kosten für eine Laser-Tattooentfernung hängen von mehreren Faktoren ab. In der Praxis in Kreuzlingen arbeitet Andreas Baumgärtner mit dem modernen PicoSure-Laser – einer Technologie, die durch kürzere Impulse schonender und oft effektiver arbeitet als ältere Systeme.

Hier die wichtigsten Kostenfaktoren:

Grösse des Tattoos

Je grösser die Fläche, desto mehr Zeit und Energie benötigt die Behandlung. Ein kleines Handgelenk-Tattoo (etwa 5x5 cm) kostet pro Sitzung zwischen 100 und 200 Franken. Ein grosses Rücken-Tattoo kann mehrere hundert Franken pro Sitzung kosten.

Anzahl der Farben

Schwarze Tinte ist am einfachsten zu entfernen. Grüne, blaue und besonders türkise oder neonfarbene Tinten benötigen oft mehr Sitzungen. Jede zusätzliche Farbe erhöht den Gesamtaufwand – und damit die Kosten.

Alter und Qualität der Tätowierung

Ältere Tattoos sind oft leichter zu entfernen, weil die Tinte bereits begonnen hat zu verblassen. Professionelle Tattoos mit tief gestochener Tinte brauchen mehr Sitzungen als Laien-Tattoos.

Körperstelle

Tattoos an gut durchbluteten Stellen wie Brust oder Oberarm reagieren schneller auf die Behandlung als solche an Händen, Füssen oder Knöcheln. Das beeinflusst die Anzahl der nötigen Sitzungen und damit die Gesamtkosten.

Hauttyp

Helle Haut ermöglicht eine präzisere Behandlung, dunklere Haut erfordert vorsichtigere Einstellungen – und manchmal mehr Sitzungen.

Wie viele Sitzungen brauchst du realistisch?

Ein kleines schwarzes Tattoo kann in 4 bis 6 Sitzungen verschwinden. Ein buntes, grossflächiges Motiv braucht oft 10 bis 15 Sitzungen – manchmal mehr. Zwischen den Sitzungen sollten mindestens 8 bis 12 Wochen liegen, damit deine Haut sich regenerieren kann und dein Lymphsystem die zertrümmerten Farbpartikel abtransportiert.

Das bedeutet: Eine vollständige Entfernung dauert in der Regel zwischen einem und drei Jahren. Das musst du zeitlich und finanziell einplanen.

Was du beim Erstgespräch fragen solltest

Wenn du einen Termin in einer Praxis wie der von Andreas Baumgärtner in Kreuzlingen vereinbarst, solltest du folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Sitzungen werden voraussichtlich nötig sein?
  • Was kostet eine einzelne Sitzung bei meiner Tattoo-Grösse?
  • Gibt es Paketpreise oder Rabatte bei Buchung mehrerer Sitzungen?
  • Welche Zahlungsoptionen gibt es (Ratenzahlung, Vorauszahlung)?
  • Welche Faktoren könnten die Anzahl der Sitzungen erhöhen?
  • Gibt es eine Geld-zurück-Garantie oder Erfolgszusagen?

Seriöse Praxen geben dir realistische Einschätzungen – ohne unrealistische Versprechen. Wenn dir jemand eine vollständige Entfernung in drei Sitzungen verspricht, sei skeptisch.

Sparmöglichkeiten bei der Tattooentfernung

Auch wenn Tattooentfernung eine Investition ist, gibt es Wege, Kosten zu senken:

1. Paketpreise nutzen

Viele Praxen bieten Rabatte, wenn du mehrere Sitzungen im Voraus buchst. Das kann bis zu 20 Prozent Ersparnis bedeuten.

2. Teilentfernung statt Vollentfernung

Wenn du dein Tattoo nur aufhellen möchtest, um es später zu überdecken (Cover-Up), brauchst du oft nur 2 bis 4 Sitzungen. Das ist deutlich günstiger als eine vollständige Entfernung.

3. Wintermonate nutzen

Im Winter ist die Haut weniger UV-Strahlung ausgesetzt, was die Heilung begünstigt. Manche Praxen bieten in ruhigeren Monaten Sonderkonditionen an.

4. Gesunden Lebensstil pflegen

Rauchen, Alkohol und Bewegungsmangel verlangsamen den Heilungsprozess. Wer gesund lebt, braucht oft weniger Sitzungen – und spart damit Geld.

Warum der PicoSure-Laser langfristig günstiger sein kann

Der PicoSure-Laser arbeitet mit extrem kurzen Lichtimpulsen im Pikosekundenbereich. Dadurch wird die Tinte feiner zertrümmert als bei älteren Nanosekunden-Lasern. Das Ergebnis: Oft sind weniger Sitzungen nötig, und die Haut wird geschont.

Eine Sitzung mit PicoSure mag auf den ersten Blick teurer erscheinen als mit älteren Geräten. Aber wenn du am Ende 3 bis 5 Sitzungen weniger brauchst, sparst du insgesamt Zeit, Schmerzen und Geld.

Was passiert, wenn du dir die Entfernung nicht leisten kannst?

Wenn die Kosten für eine vollständige Entfernung dein Budget übersteigen, gibt es Alternativen:

  • Ratenzahlung: Viele Praxen bieten flexible Zahlungspläne an.
  • Teilentfernung: Nur die störendsten Bereiche behandeln lassen.
  • Cover-Up: Ein gutes Studio kann ein altes Tattoo mit einem neuen überdecken – oft günstiger als eine vollständige Entfernung.
  • Akzeptanz: Manchmal ist die beste Lösung, Frieden mit dem Tattoo zu schliessen – zumindest vorübergehend.

Warum du vor dem Stechen über Kosten nachdenken solltest

Die beste Zeit, über Entfernungskosten nachzudenken, ist vor dem Stechen. Nicht weil du dein Tattoo später bereuen wirst – sondern weil du informiert entscheiden kannst.

Frag dich selbst:

  • Könnte ich mir eine Entfernung leisten, falls sich meine Lebensumstände ändern?
  • Ist das Motiv so gewählt, dass es auch in 10 Jahren zu mir passt?
  • Habe ich Farben gewählt, die schwer zu entfernen sind (Türkis, Neongrün, Gelb)?
  • Ist die Körperstelle so, dass eine spätere Entfernung kompliziert wäre (Hände, Hals, Gesicht)?

Diese Fragen machen dich nicht zum Pessimisten – sondern zum informierten Entscheider.

Fazit: Kosten realistisch planen, entspannt entscheiden

Dein Tattoo-Stecher ist kein Finanzberater für Laser-Entfernungen – und muss es auch nicht sein. Aber du selbst kannst dich informieren. In Kreuzlingen, am Bodensee, bietet die Praxis von Andreas Baumgärtner mit dem PicoSure-Laser eine moderne, schonende Methode für alle, die ihr Tattoo entfernen oder aufhellen möchten.

Egal ob du gerade erst überlegst, dich tätowieren zu lassen, oder bereits mit dem Gedanken an Entfernung spielst: Realistische Kostenplanung gibt dir Sicherheit. Und die Gewissheit, dass du auch bei Veränderungen im Leben Handlungsspielraum hast.