Seien wir ehrlich: Diese Frage brennt dir wahrscheinlich am meisten unter den Nägeln. Und du verdienst eine ehrliche Antwort, keine Marketing-Phrase. Also, hier kommt sie: Ja, Tattooentfernung mit dem Laser ist spürbar. Aber – und das ist ein wichtiges Aber – es ist für die meisten Menschen absolut auszuhalten.
Wie fühlt sich die Behandlung wirklich an?
Die häufigste Beschreibung unserer Patienten: "Wie wenn ein Gummiband gegen die Haut schnippt" oder "Wie heiße Fettspritzer beim Kochen". Manche sagen auch "Wie das Stechen selbst, nur kürzer". Das Gefühl ist intensiv, aber kommt in sehr kurzen Impulsen.
Der PicoSure-Laser, den wir in Kreuzlingen einsetzen, arbeitet mit ultraschnellen Pikosekunden-Impulsen. Das bedeutet: Jeder einzelne Impuls dauert nur Billionstel von Sekunden. Die Behandlung selbst ist daher meist in wenigen Minuten vorbei – je nach Tattoo-Größe zwischen 2 und 15 Minuten.
Warum empfindet jeder Schmerz anders?
Dein Schmerzempfinden hängt von mehreren Faktoren ab:
- Körperstelle: Rippen, Knöchel, Hände und Füße sind deutlich empfindlicher als Oberarme, Oberschenkel oder Rücken. Grundsätzlich gilt: Wo das Stechen weh tat, tut auch das Lasern mehr weh.
- Tattoo-Farbe: Schwarze Tinte absorbiert mehr Laserenergie und kann intensiver sein als bunte Tattoos.
- Tagesform: An manchen Tagen bist du entspannter, ausgeschlafener – das macht einen Unterschied.
- Nervosität: Die erste Sitzung wird oft als intensiver empfunden, weil du nicht weißt, was dich erwartet. Dandanach weißt du Bescheid und kannst dich besser darauf einstellen.
5 Tipps, die die Behandlung erträglicher machen
1. Betäubungscreme nutzen
Wir bieten auf Wunsch eine Betäubungscreme an, die etwa 30-45 Minuten vor der Behandlung aufgetragen wird. Sie nimmt die oberste Schmerzspitze. Viele unserer Patienten kommen beim ersten Mal mit Creme und entscheiden dann, ob sie diese auch für die Folgesitzungen möchten.
2. Ausgeschlafen und entspannt erscheinen
Vermeide Alkohol am Vorabend und achte auf ausreichend Schlaf. Ein entspannter Körper verkraftet Schmerzen nachweislich besser. Auch Koffein kann die Nervosität erhöhen – vielleicht beim Kaffee vorher etwas zurückhaltender sein.
3. Atmen nicht vergessen
Klingt banal, aber viele halten unbewusst die Luft an. Tiefes, bewusstes Atmen während der Behandlung hilft dem Körper, sich zu entspannen. Wir führen dich gerne durch Atemtechniken, wenn du das möchtest.
4. Kühl-Pausen einbauen
Wir machen während der Behandlung immer wieder kurze Pausen, in denen die Haut gekühlt wird. Das lindert das Hitzegefühl sofort. Scheue dich nicht, um eine zusätzliche Pause zu bitten – wir sind hier für dich.
5. Ablenkung hilft
Bring gerne Kopfhörer mit und hör deine Lieblingsmusik oder einen spannenden Podcast. Manche Patienten plaudern auch lieber mit uns – alles, was dich ablenkt, ist erlaubt.
Nach der Behandlung: Was erwartet dich?
Direkt nach der Sitzung fühlt sich die behandelte Stelle an wie ein leichter Sonnenbrand. Die Haut ist gerötet, warm und eventuell leicht geschwollen. Das ist völlig normal und klingt meist innerhalb von 24 Stunden deutlich ab.
In den ersten Stunden nach der Behandlung kann es noch etwas pochen. Kühlen hilft hier sehr gut. Manche Patienten nehmen vorsorglich eine Schmerztablette, die meisten brauchen das aber nicht.
Die ehrliche Wahrheit von unseren Patienten
Wir haben unsere Patienten in Kreuzlingen gefragt, wie sie die Schmerzen auf einer Skala von 1-10 einschätzen würden:
- Etwa 60% sagen: 3-5 (unangenehm, aber gut aushaltbar)
- Etwa 25% sagen: 5-7 (schmerzhaft, aber für ein paar Minuten machbar)
- Etwa 10% sagen: 1-3 (kaum störend)
- Etwa 5% sagen: 7-8 (wirklich unangenehm)
Fast alle betonen: "Es war weniger schlimm als gedacht" und "Die kurze Dauer macht es erträglich".
Warum der PicoSure einen Unterschied macht
Ältere Nanosekunden-Laser arbeiten langsamer und mit mehr Hitze. Der PicoSure hingegen zertrümmert die Farbpartikel mechanisch durch Druckwellen, nicht nur durch Hitze. Das bedeutet weniger thermische Belastung für die Haut – und das empfinden viele als angenehmer.
Zudem brauchst du mit dem PicoSure statistisch weniger Sitzungen. Weniger Sitzungen = weniger Behandlungstermine, die du durchstehen musst.
Was, wenn du wirklich schmerzempfindlich bist?
Wir nehmen deine Bedenken ernst. Wenn du weißt, dass du sehr schmerzempfindlich bist, sag uns das beim Beratungsgespräch. Wir können dann:
- Mit einer Testimpuls starten, damit du weißt, was dich erwartet
- Die Intensität anpassen (lieber etwas sanfter über mehr Sitzungen verteilt)
- Ausreichend Betäubungscreme verwenden
- Mehr Pausen einbauen
- Bei größeren Tattoos die Behandlung auf mehrere kürzere Termine verteilen
Der mentale Trick: Das große Ganze im Blick behalten
Hier ist etwas, das vielen hilft: Die Behandlung dauert wenige Minuten. Vielleicht 5, vielleicht 10. Das ist ein winziger Moment im Vergleich zu den Jahren oder Jahrzehnten, die du dein Tattoo bereits trägst – und zu dem Leben ohne dieses Tattoo, das vor dir liegt.
Die meisten unserer Patienten sagen im Nachhinein: "Ich hätte es viel früher machen sollen. Die paar Minuten waren es absolut wert."
Dein nächster Schritt
Wenn du noch unsicher bist, ob du das durchziehen kannst: Komm zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch in unsere Praxis in Kreuzlingen. Wir zeigen dir den Laser, erklären dir den Ablauf im Detail und beantworten alle deine Fragen. Viele Patienten fühlen sich danach schon viel sicherer.
Und wer weiß: Vielleicht gehörst du zu den 60%, die danach sagen: "War ja gar nicht so schlimm!"
Du hast Fragen oder möchtest einen Termin vereinbaren? Kontaktiere uns – wir sind für dich da und nehmen deine Bedenken ernst.