Die 7 größten Tattooentfernungs-Mythen – und was wirklich stimmt

Veröffentlicht am 08.12.2025 | Zurück zur Übersicht

Du möchtest dein Tattoo loswerden und hast schon recherchiert? Dann bist du bestimmt auf zahlreiche "Geheimtipps" gestoßen. Manche klingen verlockend einfach, andere zu schön, um wahr zu sein. Als Tattooentfernungs-Praxis hören wir täglich die gleichen Fragen – und räumen mit den gleichen Irrtümern auf.

Mythos #1: "Mit Salz und Reibung kann man Tattoos entfernen"

Die Wahrheit: Absolut gefährlich und wirkungslos! Diese Methode – oft als "Salabrasion" bezeichnet – verletzt die Haut massiv. Du reibst buchstäblich Hautschichten weg, was zu hässlichen Narben, Infektionen und Pigmentstörungen führt. Die Tattoo-Tinte sitzt aber in der zweiten Hautschicht (Dermis), die du so nie erreichst – zumindest nicht ohne bleibende Schäden.

Was passiert wirklich: Du zerstörst die oberste Hautschicht, riskierst Entzündungen und behältst trotzdem dein Tattoo. Nur eben mit Narben drumherum.

Mythos #2: "Aufhellungscremes lassen Tattoos verblassen"

Die Wahrheit: Reine Geldverschwendung. Tattoo-Tinte besteht aus großen Farbpigmenten, die tief in der Haut eingelagert sind. Keine Creme der Welt kann diese Pigmente auflösen oder nach außen transportieren – egal, was die Werbung verspricht.

Aufhellungscremes wirken nur auf die oberste Hautschicht und können höchstens Altersflecken oder leichte Pigmentstörungen beeinflussen. Manche Produkte enthalten aggressive Inhaltsstoffe wie Hydrochinon, die bei Langzeitanwendung sogar schädlich sein können.

Mythos #3: "Jeder Laser kann jede Tattoofarbe entfernen"

Die Wahrheit: Definitiv falsch – und das ist wichtig zu wissen! Verschiedene Farben absorbieren unterschiedliche Wellenlängen. Ältere Q-Switched-Laser haben oft nur 1-2 Wellenlängen und tun sich schwer mit bestimmten Farben.

Der PicoSure-Laser arbeitet mit mehreren Wellenlängen und ultrakurzen Pikosekunden-Impulsen. Besonders bei schwierigen Farben wie Grün, Blau und Türkis zeigt er seine Stärke. Schwarze und dunkelrote Tinte sprechen generell am besten auf Laserbehandlungen an, während Gelb und helle Pastelltöne herausfordernder sind.

Mythos #4: "Nach 3 Sitzungen ist jedes Tattoo weg"

Die Wahrheit: Wenn dir jemand eine fixe Sitzungszahl verspricht, solltest du skeptisch werden. Die benötigte Anzahl hängt von vielen Faktoren ab:

  • Alter des Tattoos (ältere verblassen oft schneller)
  • Farbtiefe und -dichte (Profi-Tattoos vs. Laien-Tattoos)
  • Verwendete Farben (Schwarz vs. Bunt)
  • Dein Hauttyp und Immunsystem
  • Lage am Körper (bessere Durchblutung = schnellerer Abtransport)

Realistische Erwartung: Die meisten Tattoos benötigen zwischen 6 und 10 Sitzungen. Mit dem PicoSure können es manchmal weniger sein, aber Garantien gibt es nicht. Qualität braucht Zeit – deine Haut muss zwischen den Sitzungen regenerieren und die zertrümmerten Farbpartikel abtransportieren.

Mythos #5: "Je stärker der Laser, desto besser"

Die Wahrheit: Es geht nicht um rohe Kraft, sondern um Präzision! Ein zu aggressiv eingesetzter Laser kann mehr Schaden anrichten als nutzen: Verbrennungen, Narben und Pigmentstörungen drohen.

Die Technologie macht den Unterschied: Der PicoSure arbeitet mit ultrakurzen Impulsen (Billionstel Sekunden), die die Farbpartikel durch einen photomechanischen Effekt zertrümmern – nicht durch Hitze. Das schont die umliegende Haut erheblich und reduziert Nebenwirkungen.

Mythos #6: "Tattooentfernung hinterlässt immer Narben"

Die Wahrheit: Bei fachgerechter Behandlung mit moderner Technologie ist das Risiko minimal. Narben entstehen meist durch:

  • Veraltete Lasertechnologie mit zu viel Hitzeentwicklung
  • Zu kurze Abstände zwischen den Sitzungen
  • Mangelnde Nachsorge (Kratzen, Sonneneinstrahlung)
  • Bereits vorhandene Narben vom Tätowieren selbst

Bei uns in Kreuzlingen setzen wir auf den PicoSure, der hautschonender arbeitet. Kombiniert mit ausreichenden Behandlungsabständen (mindestens 6-8 Wochen) und professioneller Nachsorge-Beratung minimieren wir das Narbenrisiko erheblich.

Mythos #7: "Man kann während der Behandlung normal in die Sonne"

Die Wahrheit: Das ist einer der größten Fehler, den du machen kannst! Die behandelte Haut ist extrem empfindlich und UV-Strahlung kann zu:

  • Hyperpigmentierung (dunkle Flecken)
  • Hypopigmentierung (helle Flecken)
  • Verlängerter Heilung
  • Erhöhtem Narbenrisiko

Unsere klare Empfehlung: Mindestens 4-6 Wochen vor und nach jeder Sitzung Sonnenschutz mit LSF 50+ verwenden. Direkte Sonneneinstrahlung auf die behandelte Stelle vermeiden. Solarium ist während der gesamten Behandlungsphase tabu.

Was wirklich funktioniert: Der realistische Weg

Nach all diesen Mythen fragst du dich vielleicht: Was ist denn nun der richtige Weg? Die ehrliche Antwort:

Professionelle Laser-Behandlung ist aktuell die einzige sichere und effektive Methode zur Tattooentfernung. Punkt. Alles andere – Cremes, Peelings, Hausmittel – ist bestenfalls wirkungslos, schlimmstenfalls gefährlich.

Worauf du achten solltest:

  • Moderne Technologie: PicoSure oder ähnliche Pikosekunden-Laser sind Q-Switched-Lasern überlegen
  • Qualifiziertes Personal: Erfahrung in Laser-Behandlungen ist essentiell
  • Realistische Beratung: Wer dir schnelle Wunder verspricht, ist unseriös
  • Individuelle Behandlungsplanung: Jedes Tattoo ist anders
  • Nachsorge-Konzept: Pflege und Sonnenschutz sind Teil des Erfolgs

Fazit: Vertraue der Wissenschaft, nicht den Mythen

Tattooentfernung ist heute sicherer und effektiver als je zuvor – dank moderner Laser-Technologie. Aber sie erfordert Geduld, professionelle Durchführung und realistische Erwartungen.

Lass dich nicht von vermeintlichen Wundermitteln oder Schnäppchen-Angeboten locken. Deine Haut ist zu wertvoll für Experimente. Bei uns in Kreuzlingen beraten wir dich ehrlich und transparent – auch wenn das bedeutet, dir zu sagen, dass dein Ziel vielleicht mehr Zeit braucht als erhofft.

Du möchtest wissen, wie dein Tattoo sich entfernen lässt und wie realistisch deine Erwartungen sind? Vereinbare einen unverbindlichen Beratungstermin. Wir analysieren dein Tattoo, zeigen dir Vorher-Nachher-Beispiele und erstellen einen individuellen Behandlungsplan – ganz ohne Mythen, nur mit Fakten.