5 Dinge, die nach der Tattooentfernung anders sind – und warum das gut ist

Veröffentlicht am 10.12.2025 | Zurück zur Übersicht

Wer sich für eine Tattooentfernung entscheidet, denkt meist zuerst an den technischen Ablauf: Wie viele Sitzungen brauche ich? Tut es weh? Was kostet das Ganze? Alles wichtige Fragen – keine Frage. Aber was viele nicht auf dem Schirm haben: Eine Tattooentfernung verändert oft mehr als nur deine Haut.

Nach hunderten Behandlungen mit dem PicoSure-Laser hier in Kreuzlingen habe ich immer wieder ähnliche Rückmeldungen bekommen. Manche davon haben mich selbst überrascht. Deshalb möchte ich heute fünf Dinge mit dir teilen, die sich nach einer erfolgreichen Tattooentfernung häufig ändern – und warum das in den meisten Fällen richtig gut ist.

1. Du denkst weniger über das Tattoo nach – endlich

Klingt banal, ist es aber nicht. Viele Kundinnen und Kunden erzählen mir, dass sie sich vorher ständig Gedanken über ihr Tattoo gemacht haben. Beim Anziehen. Beim Sport. Im Schwimmbad. Bei Familienfeiern. Dieses unterschwellige "Oh nein, hoffentlich sieht das niemand" oder "Wie erkläre ich das jetzt schon wieder?" kostet mehr Energie, als man denkt.

Nach der Entfernung fällt diese mentale Last einfach weg. Eine Kundin aus Konstanz hat es mal so formuliert: "Ich bin endlich wieder im Einklang mit mir selbst." Das Tattoo war nicht mehr Teil ihrer Identität – und die ständige innere Reibung war plötzlich verschwunden.

2. Deine Beziehung zu deinem Körper verändert sich

Das klingt jetzt vielleicht etwas esoterisch, aber hör mir kurz zu. Viele Menschen, die mit einem ungeliebten Tattoo leben, entwickeln eine Art Abneigung gegen die betroffene Körperstelle. Sie verstecken sie, meiden bestimmte Kleidung oder fühlen sich unwohl, wenn jemand hinschaut.

Während der Behandlung – und erst recht danach – ändert sich das oft. Du kümmerst dich aktiv um diese Stelle. Du cremst sie ein, schützt sie vor der Sonne, beobachtest die Heilung. Das schafft eine neue Form von Achtsamkeit. Und am Ende? Viele berichten, dass sie die betreffende Hautstelle zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig mögen.

3. Du triffst bewusstere Entscheidungen – auch bei anderen Dingen

Eine Tattooentfernung ist keine Kleinigkeit. Sie kostet Geld, Zeit und ja, auch ein bisschen Überwindung. Wer diesen Prozess durchzieht, lernt dabei oft etwas über sich selbst: Dass man Dinge ändern kann. Dass man nicht für immer mit Entscheidungen aus der Vergangenheit leben muss.

Ich habe schon mehrfach erlebt, dass Kunden nach der Behandlung erzählen, wie sie auch in anderen Lebensbereichen mutiger geworden sind. Berufswechsel. Beziehungsklärungen. Umzüge. Natürlich liegt das nicht allein an der Tattooentfernung – aber sie kann ein Startpunkt sein. Ein Signal an sich selbst: Ich nehme mein Leben in die Hand.

4. Deine Hautpflege-Routine verbessert sich nachhaltig

Zugegeben, das klingt jetzt nach einem Nebeneffekt. Ist es aber nicht. Während der Nachsorge nach jeder PicoSure-Sitzung musst du deine Haut konsequent pflegen: eincremen, vor UV-Strahlen schützen, auf aggressive Produkte verzichten.

Viele behalten diese Routine danach bei – und merken plötzlich, wie viel besser sich ihre Haut insgesamt anfühlt. Besonders hier in der Bodenseeregion, wo wir im Sommer viel Sonne und im Winter trockene Heizungsluft haben, macht das einen echten Unterschied. Einige Kundinnen haben mir später erzählt, dass sie durch die Tattooentfernung erstmals überhaupt ein Gefühl für richtige Hautpflege bekommen haben.

5. Du entwickelst ein neues Verhältnis zu Tattoos – oder gerade nicht

Das ist vielleicht der überraschendste Punkt. Man könnte denken: Wer ein Tattoo entfernen lässt, will nie wieder eins. Stimmt aber nicht immer.

Einige unserer Kunden in Kreuzlingen lassen sich nach erfolgreicher Entfernung wieder tätowieren – aber diesmal mit viel mehr Bedacht. Sie nehmen sich mehr Zeit für die Motivwahl, suchen sich professionellere Studios aus, denken länger nach. Die Erfahrung der Entfernung hat ihnen nicht die Freude an Tattoos genommen – sondern ihnen gezeigt, wie wichtig die richtige Entscheidung ist.

Andere wiederum entdecken, dass sie auch ohne Tinte glücklich sind. Dass sie das Tattoo damals aus ganz anderen Gründen gemacht haben – Gruppenzwang, Rebellion, eine Phase – und dass diese Gründe heute keine Rolle mehr spielen.

Was bleibt: Ein Gefühl von Freiheit

Natürlich läuft nicht jede Tattooentfernung gleich ab. Manche brauchen drei Sitzungen, andere acht. Manche Farben verschwinden schneller, andere brauchen Geduld. Aber eines höre ich immer wieder: Das Gefühl, selbst entschieden zu haben. Die Kontrolle zurückgewonnen zu haben.

Wenn du gerade mit dem Gedanken spielst, dein Tattoo entfernen zu lassen, dann überleg dir nicht nur, was technisch passiert – sondern auch, was sich für dich verändern könnte. Oft ist es mehr, als man anfangs denkt.

Falls du Fragen hast oder dir unsicher bist, ob eine Entfernung bei dir Sinn macht: Wir sind hier in Kreuzlingen, direkt am Bodensee, und nehmen uns Zeit für ein persönliches Gespräch. Ohne Druck, ohne Verkaufsmasche. Einfach ehrlich.

Denn am Ende geht es nicht nur um ein Tattoo – sondern darum, dass du dich in deiner Haut wieder wohlfühlst.